Es lassen sich zwei grundlegend unterschiedliche Arten von Optionen unterscheiden.
Ein Call gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert in der Zukunft zu einem festen Preis zu kaufen.
Analogie: Die Anzahlung beim Hauskauf
Stellen Sie sich vor, Sie finden ein Traumhaus für 1’000’000 CHF. Sie sind sich aber noch nicht sicher, ob Sie es kaufen wollen. Sie zahlen dem Verkäufer 10’000 CHF "Reservierungsgebühr" (Prämie), damit er Ihnen das Haus für 3 Monate zum Preis von 1'000’000 CHF reserviert.
Ein Put gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert in der Zukunft zu einem festen Preis zu verkaufen.
Analogie: Die Preisgarantie beim Hausverkauf
Drehen wir die Situation um: Sie besitzen bereits ein Haus im Wert von 1’000’000 CHF. Da Sie in einem Jahr auswandern, müssen Sie die Immobilie dann verkaufen.
Sie befürchten jedoch, dass bis dahin eine Immobilienblase platzt und die Preise sinken könnten.
Um sich abzusichern, finden Sie einen Investor. Sie zahlen ihm heute 10’000 CHF als Prämie. Im Gegenzug garantiert er Ihnen vertraglich,
dass er Ihr Haus in einem Jahr für 1’000’000 CHF kauft – falls Sie das möchten.
Da man Optionen kaufen und verkaufen kann, entstehen vier mögliche Positionen.
| Call | Put | |
|---|---|---|
| Long (Käufer) | Long Call Darf kaufen. Hofft auf steigende Kurse. Zahlt Prämie. |
Long Put Darf verkaufen. Hofft auf fallende Kurse. Zahlt Prämie. |
| Short (Verkäufer) | Short Call Muss verkaufen, wenn der andere will. Hofft, dass Kurse nicht steigen. Kassiert Prämie. |
Short Put Muss kaufen, wenn der andere will. Hofft, dass Kurse nicht fallen. Kassiert Prämie. |