Exkurs: Optionsstrategien

Der Long Straddle (Volatilität)

Der Long Straddle wird eingesetzt, wenn mit starken Kursbewegungen gerechnet wird, aber unklar ist, ob der Kurs steigen oder fallen wird. Entscheidend ist also nicht die Richtung, sondern die Stärke der Bewegung.

Die Strategie besteht aus zwei Positionen mit gleicher Laufzeit und gleichem Ausübungspreis:

Typische Auslöser für solche starken Kursschwankungen sind zum Beispiel Unternehmensberichte, wichtige Gerichtsurteile oder die Ankündigung neuer, innovativer Produkte. In solchen Situationen kann der Long Straddle profitieren, sobald sich der Kurs deutlich nach oben oder unten bewegt.


Szenario:
Die BioPharma AG (Aktienkurs CHF 50) steht kurz vor der Veröffentlichung entscheidender Studiendaten für ein neues Medikament. Sind die Daten gut, wird die Aktie explodieren. Sind sie schlecht, stürzt sie ab. Sie wissen nicht wohin, sind sich aber sicher: Es wird eine grosse Bewegung geben.

Marktdaten Werte
Aktueller Aktienkurs 50 CHF
Call Option (Strike 50) Prämie 4.00 CHF
Put Option (Strike 50) Prämie 3.00 CHF

a) Zeichnen Sie das Gewinn/Verlust-Diagramm des Long Straddle ein.

Das Auszahlungsprofil des Long Call (grün) und des Long Put (rot) sind bereits eingetragen. Zeichnen Sie nun das Auszahlungsprofil des Long Straddle (Long Call + long Put) zum Verfallszeitpunkt ein.

b) Kennzahlen der Strategie

Wie hoch sind die folgenden Werte? Wählen Sie aus dem Dropdown die passenden Antworten:

Maximaler Verlust:
Maximaler Gewinn:
Break-Even:
c) Szenarien am Verfallstag berechnen

Berechnen Sie den Gewinn/Verlust der Strategie (Optionswerte abzüglich Kosten) am Verfallstag für folgende drei Szenarien:

Szenario A: Aktie fällt auf CHF 40
Szenario B: Aktie bleibt bei CHF 50
Szenario C: Aktie steigt auf CHF 60
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